Ein neuer Monat…

… dabei war doch gerade erst Silvester oder?

Heute will ich kurz berichten, was mich gerade so beschäftigt und möchte Euch Bilder zeigen von unserem ersten „Frühjahrsausflug“ im Februar.

Der letzte Artikel ist schon wieder ein paar Tage her und ich bin derzeit gerade froh, wenn ich per FB oder per Reader gerade noch so mitbekomme, was in den mir wichtigen Blogs so passiert.

Meine Gedanken kreisen gerade intensiv um das Altwerden. Nicht wegen mir, nein gar nicht 😉 aber meine lieben Eltern brauchen so nach und nach mehr Betreuung. Vor allem der Vater hat es gerade nicht so einfach und jetzt kommt es mit großen Schritten ziemlich praktisch und nicht mehr theoretisch, was wir die Kinder nicht so wahr haben wollten. Wer will schon wahrhaben, das Altern auch meistens etwas mit Krankheit zu tun hat und Folgen auch in unserer Welt ankommen.

Kaum einer denkt mit 40 Jahren daran, wie er sich fühlen wird, wenn er 85 ist und was einem bevor steht. Auch wenn das vielleicht ein Zeitpunkt wäre, wo man so manches hätte noch beeinflussen können.
Ja klar, theoretisch ist alles klar, ja auch vieles vorbereitet, aber eigentlich hat das ja noch sooo lange Zeit und plötzlich ist es da, über Nacht. Gut ist, wenn der „Sozialverband“ Familie wohl funktioniert. Darüber bin ich gerade immer wieder sehr froh. Aber ich sehe auch die Angst der „Alten“ darum, wie es nun werden wird mit der Pflege, mit der Betreuung, mit dem Alltag. Jetzt gilt es neben allem Praktischen auch Stimmung  zu machen und daran mit zu arbeiten, das das Glas für die Eltern halb voll und nicht halb leer ist.

Gut das die Eltern uns so geprägt haben, das wir auch hier wieder alle zusammen halten, auch unsere Kinder da mit involviert sind und das wir uns alle gemeinsam kümmern. So schnell ändern sich aber Bedingungen und ich bin froh, das wir die Sorgen auch verteilen können und ganz selbstverständlich alle an passenden Lösungen mit tun.

Diese frühe Frühlingszeit lässt mich hoffen, das mit mehr Licht und Sonne auch so manche dunkle Stunde noch mal wieder heller wird.

Wir waren gestern von der Sonne aufgescheucht und haben quasi unseren ersten Frühlingsspaziergang gemacht. Wir waren an der Havel und wollten eigentlich auf die Pfaueninsel, was aber mit Hund Jamie nicht möglich war. Er hätte nicht mit gedurft und für einen Biergartenplatz für Herrchen und Hund war es dann doch nicht warm genug 😉 . Das wird also noch mal wiederholt. Aber einem Spaziergang an der Havel entlang stand natürlich nichts im Wege und so konnte ich auch dort schöne Landschaftsfotos machen und auch das Licht einfangen, das ist mit dem derzeitigen Stand der Sonne immer sehr spannend finde. Meine kleine Fotoserie zeigt Euch unsere schönsten Momente.

Hoffen wir auf einen tollen März und freuen uns auf das Aufbrechen der Natur, im Garten geht es schon mächtig los.

Die Nachbarn sieht man jetzt auch schon häufiger wieder, was ich sehr schön finde, wir verstehen uns hier ganz gut 😉 Das Angrillen ist nicht mehr weit.

In diesem Sinne Euch allen eine schöne Woche, Sonne so viel als möglich und Tage mit viel Licht.

frau-doktor

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15 Gedanken zu “Ein neuer Monat…

  1. Liebe Marion, die Sorgen, die ihr mit den Eltern habt, die haben wir auch. Es ist eine schwierige Zeit und mich lässt sie durchaus auch daran denken, was mit uns wird, wenn wir in das Alter kommen. Unsere Familie wird nämlich immer kleiner und es gibt teilweise keine oder, wie bei uns, nur ein Kind. Aber ich fand eigentlich einen Satz sehr schön, nämlich den mit dem halb vollen oder halb leeren Glas. Genau darum geht es. Schön, dass ihr als Familie zusammen haltet und euch Kraft gebt. Das ist so wichtig!

    Der Frühling kommt in großen Schritten und der Winter ist fast liebevoll mit uns umgegangen, wenig Eis und Schnee :-). Ich bin eigentlich ganz zufrieden und es gibt sie, die vielen kleinen Glücksmomente, die du sammelst 🙂

    Liebe Grüße

    Conny

    1. Frau Doktor

      Ich bin froh über jede Stunde mehr Tageslicht und wenn dann die Sonne noch raus kommt umso besser. Ja wirklich jedes Mal denken ah ist das schööön, das ist mein Glücksmoment, gut wenn der Tag uns Zeit lässt, das auch wahrzunehmen.
      Ja das mit dem Eltern ist eben so, es gehört nun zum Kreislauf des Lebens, je schneller wir lernen uns damit zu arrangieren, je einfacher wird es, denke ich.
      Ich hoffe immer das unsere Kinder das mit bekommen und später sich auch daran erinnern, wenn wir dran sind, ich bin Optimist 😉

  2. Wunderschöne und sehr stimmungsvolle Aufnahmen hast Du uns von der Havel mitgebracht. Danke schön.
    Tja, das mit den Eltern kommt wohl nun so allmählich auf uns alle zu.
    Meinen Schwiegereltern geht es, wie Du ja weißt, auch nicht so gut.
    Sie versuchen alles möglichst ohne Hilfe in Griff zu bekommen. Leider klappt das nur bedingt. Und aufdrängeln wollen wir uns nicht. Ich denke, wenn der Leidensdruck groß genug ist, wird die angebotene Hilfe schon genommen werden.
    Zu meinen Eltern habe ich seit fast 2 Jahren keinen wirklichen Kontakt. Ich mag nicht darüber nachdenken, wie es im Falle benötigter Hilfe sein könnte. Da ich aber nicht die Abbrechende war, liegt der ball in der anderen Spielfeldhälfte.

    1. Frau Doktor

      Ach liebe Frau Tonari, Ihr gebt Eurem Umfeld immer so viel Hilfe und Unterstützung.
      Sicher wollen die Eltern erstmal allein klar kommen, ich habe meine aber darauf aufmerksam gemacht, das sie auch unsere Hilfe in Anspruch nehmen dürfen, denn immer haben Sie uns geholfen, wenn wir Hilfe brauchten. Das Annehmen ist auch ein Prozess.
      Immer ist alles ein Geben und Nehmen in einem bestimmten Rahmen, so lässt sich gut Hilfe geben und welche Annehmen 😉

      1. Ich stimme Dir absolut zu. Annehmen muss man auch lernen. Selbst oder gerade im hohen Alter. Ich denke auch, es steckt eher eine positive Absicht dahinter, uns neben dem anstrengenden Job nicht noch etwas auf die Schultern zu packen.

  3. Schöne Aufnahmen, liebe Marion, sie versprechen ein klein wenig Frühling.
    Eure Eltern können sich glücklich schätzen, das sie so eine Familie haben. Viele Kinder haben vergessen, dass ihre Eltern früher immer für sie da waren. Das ist traurig aber leider fast schon Normalität. Ich bin heute noch froh, dass ich mich um meine Eltern bis zum Ende gekümmert habe. Es ist ein gutes Gefühl.

    1. Frau Doktor

      Ja liebe Ute, mir und meinen Lieben ist das ein Bedürfnis, sich zu kümmern. Wir helfen uns auch gegenseitig, wenn wir können. Das ist immer ein gutes Gefühl. Ich bin sehr dankbar das dies bei uns so gut funktioniert, auch in dem Wissen, das es nicht überall so ist. Ich denke schon, das wir es unseren Eltern verdanken. Sie haben gut vorgesorgt damit 😊

  4. Es sind wirklich fast schon Frühlingsbilder, die du uns hier zeigst.
    Tja, eine Generation über mir gibt es ja nun nicht mehr – also bin ich die Nächste, die mit solchen Problemen kämpfen wird, denn das Altwerden steht ja dick und breit vor der Tür.
    Ein Kind ganz weit weg, ein Kind in ganz viel Arbeit eingebunden und ohne Familie – der Kreis der familiären Unterstützung ist sehr eingeschränkt – der Rest der Familie wohnt im Ruhrgebiet. – Ich lasse es einfach auf mich zukommen und kann wohl keine großen Weichen mehr stellen, denn einen Umzug scheue ich wie der Teufel das Weihwasser.
    Mit liebem Gruß

    1. Frau Doktor

      Weißt Du liebe Clara, wenn Hilfe gebraucht wird, die Kinder organisieren das dann auch. Du bist ja auch immer da, wenn Du helfen kannst, das wirst Du schon zurück bekommen, da bin ich mir sicher 😊 Das Du nicht mehr umziehen möchtest, das verstehe ich, das ist keine Option mehr, aber Du hast Dich um Deine Mutter auch gekümmert und da wirst Du auch Hilfe bekommen, wenn Du sie brauchst. ich wünsche Dir aber noch ein lange Zeit so viel Gesundheit, das Du bestens klar kommst 😊😊

  5. Ich werde eines nicht mehr so fernen Tages im Alter wohl alleine da stehen, denn zu meiner Familie habe ich so gut wie gar keinen Kontakt mehr. Aber irgendwie verspüre ich keine Angst. Bis dahin fließt noch so viel Wasser die Isar hinab, wer weiß, was sich in den nächsten zwanzig, fünfundzwanzig Jahren noch alles ereignen wird. 😉
    Das letzte Bild mit dem Türmchen oder Schlösschen ist bezaubernd und verführt zum Träumen.
    Herzliche Grüße!

    1. Frau Doktor

      Ja so sehe ich das auf mich bezogen auch noch, allerdings haben wir ja auch noch viel Jugend um uns, die jetzt auch immer da sind, wenn sie gebraucht werden. Du bist die Kämpferin und Deine Weiber in Dir geben Dir auch Kraft 😊.
      Ja und wer weiß, was unser Schicksal sein wird 😊

  6. wunderschöne bilder, mit traumhaften licht und farben, die zum träumen einladen!
    das mit dem alt werden und alt werden der menschen meiner familie beschäftigt mich oft und immer wieder. es ist ein beängstigendes thema, das wohl jeden von uns eines tages einmal auf irgendeine art und weise einholt. schön, dass ihr es trotzdem so gut lösen könnt, indem ihr es gemeinsam tragt!

    1. Frau Doktor

      Danke Paleica,
      was das Altwerden betrifft, habe ich nur festgestellt das man zwar auch daran denkt, das Altwerden auch das Leben einschränken kann. Aber wenn es dann eintritt, die Lebensqualität plötzlich eingeschränkt wird, dann ist man doch erschrocken. Aber es gehört eben zum Leben und so muss man eben auch in diesem Fall das beste daraus machen.

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