Ich will, ich werde und geb nicht auf

Jochen Mai von der Karrierebibel wird hoffentlich nachsichtig mit mir sein, dass ich seine Überschrift wieder verwende.

Warum auch immer, mich lässt es nicht los, was er dort geschrieben hat. Dabei ist es eigentlich nichts Neues. Vermutlich war ich gerade offen für solche Worte und dieses Thema. Nicht immer denkt man darüber nach, warum einem so manches nicht gelingt, manches erst später oder bei einem 2.Anlauf oder eben mit Verzögerung oder eben gar nicht.

Schreiben möchte ich hier mehr zur Selbsthilfe. Um genau das zu tun, was dort auch angesprochen wird, nämlich das/die Ziele aufschreiben, Selbstmotivation holen. Das will und werde ich nicht so ganz öffentlich tun, aber über das Dinge im allgemeinen schreiben, bringt mich ebenso weiter.

Alles vielfach gelesen, aufgeschrieben und immer wieder auch drüber nachgedacht. Ich setze mich schon viele Jahre mit dem Thema Selbstmotivation auseinander.
Irgendwann habe ich angefangen zu lesen, etwas von neurolinguistischer Programmierung und anderen solcher Begriffe. Dann habe ich mal versucht zu analysieren, wie tickst du eigentlich, wie merkst du dir die Dinge, die du dir merken willst, was fällt Dir leicht, was schwerer usw.
Für mich ein Thema, was niemals fertig ist. Theoretisch weiß man alles und trotzdem ist es praktisch nicht einfach umzusetzen.
Warum eigentlich nicht?
Auch darauf hat Herr Mai eine Antwort, Prokrastination oder ganz einfach Verschieberitis 🙂 Die Gründe sind vielfältig und in der Zwischenzeit gibt es auch hierfür wissenschaftliche Studien, aber überwinden kann man die Verschieberitis auch nur selbst. Man muss es nur für sich erkennen.
Das es nicht nur mir so geht, habe ich neulich in einem interessanten Blogpost an ganz anderer Stelle gelesen. Auch da habe ich mich wieder gefunden.

2 Dinge habe ich mir als ganz wichtig noch mal auf die Stirn gemeisselt. 🙂
– „Disziplin ist nichts, was einem angeboren ist oder nicht – sie beruht allein auf Willenskraft. Und die lässt sich trainieren.“ so schreibt Jochen May.
Gut alles ist trainierbar. Das tröstet mich, ich brauche nicht aufgeben, ich kann weiter trainieren, egal wie alt ich bin, wie lange ich schon trainiere, Hauptsache ich habe meine Ziele formuliert.
– „Wir haben die Macht über uns und darüber, Dinge zu ändern.“ Es wird also kaum jemand von aussen kommen und uns anschubsen und die Dinge für uns ändern, wir können es also wirklich nur selber machen. Manchmal wünscht man sich den Ritter, Retter oder Helfer von Irgendwo, der einem das abnimmt.
So vieles hat abgelenkt, verführt oder vom Wege abgebracht. Ab und an muss man sich wohl wieder eichen oder in die Linie bringen, damit man auch seine eigene Macht für SICH nutzt.

Was ich auch für wichtig halte, aber vielleicht ist es schon einer meiner Ausreden für das was ich nicht bewege, aber nein…
Christa Goede schreibt in Ihrem Artikel: „Regel Nummer 4 – seien Sie milde mit sich selbst.
Ist besser so…..Und kreative Pausen sind ja ohnehin wichtig! …., seien Sie milde mit sich selbst: Selbstbeschimpfungen bringen gar nichts, es wird Ihnen nämlich ganz bestimmt wieder passieren. Erlauben Sie sich lieber diese kleinen Auszeiten, in denen Sie so viel Neues erfahren. Wer weiß, wofür Sie Ihr neu erworbenes Wissen eines Tages noch gebrauchen können!“
Oder anders abgeschrieben 🙂 „Gehe wohlwollend mit Deinen Fehlern und Schwächen um. Beginne in Dir das zu sehen, was Du wirklich bist: ein liebenswerter Mensch mit Stärken und Schwächen, die ihn auszeichnen.“(Quelle: Lebensfreude-Kalender 2013, PAL Verlagsgesellschaft mbH, Mannheim)

Für mich sehe ich das so, bei aller Selbstdisziplin, man muss auch mal alles gerade sein lassen können, auch das gehört dazu. Ab und an mal innehalten, in sich reinhören, ob man nicht mal den Weg ändern muss oder das Ziel neu einnorden, auch dafür sollte man sich Zeit nehmen, sonst geht noch die Richtung verloren.
Da ich ein wenig ein Helfersyndrom habe, muss ich ab und an, um im richtigen Moment zu helfen auch mal einen Haken schlagen, vom Wege abkommen. Das ist mir sehr wichtig, daraus schöpfe ich auch immer wieder Kraft, das muss eben auch sein.

Wichtig ist NICHT aufzugeben, bei Rückschlägen wieder aufzustehen und bei negativen Ereignissen nach den guten Seiten suchen, bei den meisten Dingen kann man zumindest etwas lernen und damit bitte nicht aufhören.

Wie geht es Euch so? Schafft Ihr es immer mit der Selbstdisziplin? Was macht Ihr so, um dem inneren Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten 🙂
Es grüßt Euch heute mit wenig Fotos Eure fraudoktorunterschrift

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4 Gedanken zu “Ich will, ich werde und geb nicht auf

  1. Ich bin eine wahre Meisterin der Verschieberitis, wenn es um Arbeiten im Haushalt geht. Und das, seitdem ich denken kann. Ich glaube, mir fehlt das Gen für Ordnung und Sauberkeit zuhause. 😉 Zu größeren Putzaktionen kann ich mich nur dann aufraffen, wenn mir quasi die Pistole auf die Brust gesetzt wird, sich Besuch ankündigt. 😉 Wenn ich dann sehe, wie schön sauber und glänzend alles ist, denke ich mir immer, „diesmal pack‘ ich’s, diesmal bleibe ich so ordentlich.“ Das geht für eine Weile gut – und dann überkommt mich wieder der alte g’schlamperte Schlendrian. 😉
    Liebe Grüße!

    1. Frau Doktor

      Ach Martha, da mache ich auch nur was zwingend nötig ist. Da kann ich nur sagen, geht mir genauso. Diese Arbeiten muss ich genauso einplanen wie Arbeiten am PC. Sonst haben sie wenig Chancen erledigt zu werden 🙂

  2. Alles was mit Behörden, Administrativem etc. Zu tun hat, ist mir ein Graus, da brauche ich regelmäßig mehrere Anläufe… Was mit meiner Arbeit, meinen Zielen und meinem Blog zu tun hat, bin ich ziemlich diszipliniert. Ich denke das hat damit zu tun, dass ich die Zeit davonrinnen sehe. Aber Kreative Pausen muss man sich dennoch erlauben!

    1. Frau Doktor

      Ja Nora mit der „Zeit davon rinnen“ damit habe ich es auch. Deswegen finde ich es auch gut, wenn man Abends einiges als erledigt zeichnen kann. Oft ist man eben nur auch von anderen abhängig und da hängt es, weil man die ja auch nerven müsste und da habe ich manchmal schon ein Problem.

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