Fotografieren und „Malen“

Ich kann es nicht lassen und manchmal ist es wie eine Sucht, ich muss Fotos bearbeiten…
>> Darüber wollte ich mir hier und heute mal so meine Gedanken machen. Macht’s Euch gemütlich, es ist etwas mehr geworden 🙂
Ja ich weiß, für die Einen Totsünde, gibt es trotzdem viele die ebenso wie ich gerne Fotos bearbeiten und texturieren und jeder hat seinen Stil, seine Lieblingsmotive und mitunter auch seine Schriftart.
>> Bearbeiten…. erst einmal eine ziemlich globale Aussage oder?
Für viele Fotografen die höchste Kunst: die Fotos müssen so wie sie aus der Kamera kommen gut sein, gefallen, dem Fotografen und anderen oder nur dem Fotografen?
Dagegen spricht, das viele ja doch schon RAW-Format (Rohformat) fotografieren und eigentlich die Fotos erst einmal „entwickelt“ werden müssen.
Lässt nicht dort auch jeder schon seine Sicht auf die Dinge mit einfließen, bewusst oder unbewusst? Ich bin mir ziemlich sicher das dies so ist.
Wer das Format JPG nutzt, bei dem hat dann die Technik schon an den Rohdaten gedreht, da ist nur durch den Fotografen weniger beeinflussbar.
Die Art meiner Bearbeitung geht aber eben doch weit darüber hinaus und nicht immer weiß ich vorher wie weit.
>> Mein Fabel sind die Makros, Blümchen oder Pflanzen, Dinge die ich in der Natur finde. Ich liebe geniale Bokehs, softe Schärfeverläufe oder Farbverläufe, Hell oder Dunkel, wie es am besten zum Motiv passt.
Das erste was ich mir also zulegte war ein Makro-Objektiv.
Es erfüllte mir schon eine ganze Reihe meiner Wünsche 🙂 Ich beherrsche es noch lange nicht, aber ich gebe mir schon mächtig Mühe, all die Faktoren, die für ein gutes Foto wichtig sind, beim Fotografieren einfliessen zu lassen. Manchmal bin ich aber zu spontan, da stelle ich dann hinterher fest, was ich vergessen habe. Alles Learning by Doing. Man muss sich nur die Zeit nehmen und hinterher sein Tun etwas analysieren.
Hier liegt dann auch meine erste Bearbeitungsphase mit Lightroom, meistens.

Ein Beispiel:

grasleuchten

Das kann schon zu einem finalen Foto führen, wie im Beispiel. Ganz oft aber auch nicht, dann muss ich weiter machen.

>> Was treibt mich da?

Das ist sehr unterschiedlich.
Sehr oft habe ich Bilder anderer Fotografen-Künstler gesehen, die mich fasziniert haben. So manches Tutorial habe ich gesammelt oder mir ist ganz einfach das entstandene Bild zu alltäglich, zu langweilig.
Jetzt könnte man sagen, warum hast Du es dann fotografiert. Die Frage ist sicher auch berechtigt. Am Anfang habe ich auch viel zu viel fotografiert. Jetzt bin gerade dabei aus weniger Fotos mehr gute Bilder herauszubekommen. Gute – nach meiner Meinung „gute Fotos oder Bilder“. Das können andere ganz anders sehen.

Eine Fotofreundin hat in Ihrer Signatur den Spruch:

Fotografiere niemals etwas, das dich nicht interessiert!
von Lisette Modell

Wenn ich fotografiere interessiert es mich. Manchmal habe ich auch schon ein Bild im Kopf und hoffe das ich die Bearbeitung auch so hin bekomme, das ich dann das Bild im Kopf auf dem PC sehe 🙂
Jetzt geht es an das Probieren und manchmal sind schon erste Bearbeitungsschritte der Treffer und anderes bleibt liegen und geht gar nicht weiter, dann probiere ich auch einfach das gleiche Foto wieder mit neuen Bearbeitungsweise, anderen Texturen, anderes Licht usw. so lange bis ich zufrieden bin.
Hier mische ich in Photoshop mit den Ebenen meist viele verschiedene Techniken, Filter, auch gesammelte Aktionen kommen zum Einsatz. Was, welche Texturen, welche Bearbeitung, das hängt vom Motiv und Foto, wie auch von dem Bild in meinem Kopf ab. So wie hier.
Da war mein Blumentopf mit diesen filigranen Blüten, Bilder einer Künstlerin, die mich begeistert haben und mein neues Objektiv. Heute Vormittag etwas mehr Licht und der Gedanke, mal sehe ob ich es packe das alles zusammen zu führen. Mit diesem Ergebnis war ich schon ziemlich zufrieden.

Glockenblumen für den Frühling

Als Ergänzung noch nachträglich meine Arbeit von heute Abend 🙂

Spring Greetings - Frühlingsgrüße

In der Zwischenzeit habe ich eine umfangreiche Texturen-Sammlung auf meiner Festplatte, viele Kontakte bei Flickr und sammle und sammle und sammle 🙂
Ich bin überhaupt kein Fernsehmensch und weiß eigentlich gar nicht was da läuft. Aber ich sitze sehr gerne und schaue mir tolle Bilder an.
In meiner Facebook-Timeline habe ich viele gute Künstler, denen ich gerne über die Schulter schaue, wenn sie mich lassen. Auch international gibt es ganz tolle Künstlerinnen, deren Fotos mich begeistern und deren Bilder und Kunstwerke mich begleiten.
Meine Bilder sind auch verkäuflich. Ich nutze dafür die unterschiedlichsten Galerien. Aber auch da bin ich am Anfang und am Lernen, denn Bilder die einem selbst gefallen, müssen nicht immer gut verkauft werden. Da gehört eben noch etwas mehr dazu. Aber auch dort finden sich für mich viele Künstler, deren Arbeiten mich inspirieren.

Wen es interessiert, für den habe ich hier einige Links zusammengestellt:

>> Grundlagen und kreative Ansätze, die jeder für sich selbst weiter verfolgen muss, finden man in dem E-Book von Jana Mänz und Dr.Susan „Fineart Photo Texture“

>> Zu meinen Lieblingskünstlern gehören :

Jana Mänz – ganz frisch geniale Arbeiten aus der Umgebung von Grimma-Muldental oder auch Ihre Arbeiten während des Aufenthaltes auf Rügen, wunderschön.

Dirk Wüstenhagengeniale Texturkunst und geniale Texturen

Anita Schneider und Ihr Workshop – mit diesem haben meine Textur-Arbeiten begonnen.

Susan Brooks-Dammann, die mit Jana zusammen die Delighted Fotoschule betreibt.

Auszug aus meiner Kontaktliste auf Flickr und anderen – Danke an alle, die Ihre Texturen kostenlos zur Verfügung stellen und Danke auch für die vielen inspirierenden Arbeiten (Thank you!)
Creative Photography by Irene
Lenabem Anna
SkeletalMess
Kerstin Frank
jennyw47
Jackie Parker
artbyivan
Ellenvd
Mat BCN
Birgit aka VIAINA
Veronika Pinke
Cleo Matis

Das ist ein Auszug, ohne Wertung, nur mehr würde aber hier wirklich den Rahmen sprengen. Wer aber Lust hat kann noch bei mir auf Pinterest stöbern, auch dort findet man viele schöne Bilder von kreativen Künstlern, tolle Blogs und Inspiration in allen Sammlungen.
Also nehmt Euch ein Glaserl Rotwein oder ein Tässchen Kaffee, einen guten Capuccino und viel Spass beim Stöbern.
Wer Fragen, Tipps und weitere Links hat, ich freue mich über jede Ergänzung in den Kommentaren.

P.S. Gerade ganz frisch gefunden, geniale Arbeiten mit Texturen ursch bei der FC

Für die größere bequemere Ansicht in der Galerie.

Advertisements

6 Gedanken zu “Fotografieren und „Malen“

  1. Eine Todsünde ist nur etwas ganz furchtbar Grausames und Menschenunwürdiges. 😉 Dazu zählt das Bearbeiten von Fotos mit z. B. Texturen auf gar keinen Fall. 😉 Es ist halt so, dass, wie so viele schöne Dinge auf dieser großen weiten Welt, auch das Bearbeiten von Bildern reine Geschmacks- und Ansichtssache ist. Es gibt „Puristen“, zu denen ich mich ein wenig zähle, die Fotos lediglich zu dem Zweck bearbeiten, um die Belichtung, den Kontrast, die Tiefen, die Farben zu regulieren, und dem natürliche Ereignis anzupassen. Und dann gibt es ganz liebe und kreative Mitmenschen, die aus einem „Rohmaterial“ mittels künstlicher Hintergründe etc. ein Kunstwerk gestalten. Ich bin ganz sicher, dass auf diesem wundervollen Planeten genug Platz für die „Apostel“ beider „Glaubensrichtungen“ ist. 😉
    ♥lichst!

    1. Frau Doktor

      Liebe Martha, ja ich bin auch für alles offen 😉 ich mag ebenso schöne Fotos von „Puristen“ ich denke auch es ist Platz für alle. Dir noch einen schönen Sonntag.

  2. Liebe Frau Doktor,
    vielen Dank für diese Einsichten in Deine Fotowelt und die schönen Links. Ich kann gut verstehen, dass Dir die Bastelei – um es mal so flapsig zu formulieren – an den Fotos Spaß macht. Ich kann mich auch stundenlang damit beschäftigen, leider fehlen mir die Zeit und die Kenntnisse dafür. Es ist halt viel try and error dabei.

    1. Frau Doktor

      Ja klar, ich habe auch mit solchen Workshops angefangen, wo ich Schritt um Schritt nachgearbeitet habe. Meine eigene Kreativität kam dann erst später ins Spiel, nachdem ich dann auch wieder etwas besser mit Photoshop umgehen konnte, ja der Rest ist try and error 🙂 auch heute noch immer. Ich habe es dann neben meinem Hund als mein Hobby erklärt und mal geht mehr und mal weniger, das ist halt so. 🙂

  3. Pingback: Sternchen-Seiten: Frühling für den Desktop | Pyrolirium

  4. Schön geschrieben, Marion, da geht es mir nicht anders; danke für die Erwähnung, freut mich sehr, wenn meine Arbeiten dich auch ein bisserl inspirieren ♥ Schaue auch gerne immer wieder mal bei dir hier rein!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s