Lang lang ist es her – Fotoseminar Pflanzen Kreativ

… aber ich möchte darüber doch noch mal berichten – mein Fotoseminar im August.
Wie bin ich dahin gekommen, meine ganz subjektiven Eindrücke und was haben wir gelernt, das möchte ich Euch hier vorstellen.
Wie bin ich dahin gekommen?
Meine Männer schenken mir immer gerne etwas, was ich mir eher selten selber gönnen würde. Meine Liebe zur Blümchenfotografie war dann für sie Anlaß, mir einen Fotoworkshop zu schenken, der das Thema Pflanzen Kreativ hatte. Zwischen dem Geschenk und dem Termin lagen dann aber noch Monate und beinahe hätte ich es während unserer Hausbauphase vergessen. Aber alles war im Kalender und konnte nicht vergessen werden.
Ehrlich, ich war hin und her gerissen, eigentlich freute ich mich darauf mal richtig auszusteigen aus der Tageshektik, auf der andere Seite habe gefürchtet, nicht die innere Ruhe für solche fotografischen Sachen zu haben, eben wegen der vielen anderen Sachen die wir gerade um die Ohren hatten.
Aber ich kann Euch verraten, das Ausspannen und Lernen hat geklappt. Dafür gesorgt haben Peter und Martina, der Botanische Garten, tolles Wetter und ganz nette Fotografen, die ebenso wie ich dabei waren als Lernende. Mal gleich vorweg, wenn ich mehr Zeit und Geld habe für mein Hobby habe, etwas über den das Normale hinaus :-), dann werde ich bei Peter und Martina wieder andere Kurse oder Fotoreisen buchen, das Angebot ist groß.
Meine ganz subjektiven Eindrücke
Die beiden bringen so viel Freude, viel Kompetenz und Individualität Ihren Kursteilnehmern entgegen, das man ganz viel mitnehmen kann. Weit mehr, wie ich mir ursprünglich vorgestellt habe. Das mag aber sicher bei jedem anders sein, weil ja auch jeder mit anderen Erwartungen an solch einem Kurs teilnimmt.
Sie bringen in jedem Fall unendliche Geduld mit, vieles auch immer wieder zu erklären und haben immer wieder sichtlich Freude an der Arbeit mit uns Teilnehmern. Hier möchte ich auch noch mal ein Danke dafür loswerden.
Ein Tag vorher gab es schon eine Einführung zum Fotografieren von Blumen, da habe ich nicht daran teilgenommen. Das Thema Kreativ, darauf war ich schon gespannt. Es ging in diesem Fall definitiv nicht um die Nutzung von Photoshop und Co. sondern nur um kreatives Fotografieren.
Peter stellte uns dann erst einmal theoretisch die Möglichkeiten vor und wir konnten diese dann mit Martina und Peter praktisch im Botanischen Garten umsetzen. Sie standen uns dann mit Rat und Tat zur Seite, einige von uns entdeckten an ihrer Kamera neue Einstellmöglichkeiten und einiges gab es, wo wir auch einfach das Handling trainieren mussten und da waren die praktischen Tipps von Peter und Martina an unseren eigenen Kameras Gold wert.
Nun möchte ich hier keinen Online-Kurs aus dem Trainierten machen und werde Euch aber einfach mal ein paar Beispiele zeigen.
Was konnten wir lernen?
Erst einmal ging es um Mehrfachbelichtungen.
Hier habe ich erst einmal etwas Neues an meiner Kamera kennengelernt. Diese Funktion ist dort nämlich eingebaut. Nicht alle Kameras haben das, aber die Nikons verfügen schon darüber. Aber das allein macht dann nicht das Motiv.
Bei der Anwendung dieser Technik sollte der Hintergrund dunkler sein und ein Stativ verwendet werden. Man kann das natürlich mit Einzelaufnahmen machen und diese dann in der Nachbearbeitung z.B. in Photoshop Elements oder Photoshop übereinander legen oder eben die Funktion der Kamera dafür nutzen, dann macht diese gleich mehrere Aufnahmen und legt diese automatisch übereinander.
Nicht alle meine Versuche waren brauchbar 🙂

Diese hier haben es nicht getroffen.

Ziel ist es eigentlich ein scharfes Motiv und ein leicht weich gezeichnetes bei gleicher Brennweite zu überlagern, so das das Motiv, die Blüte, ein Strahlen erhält. Das geben die beiden Dahlien nicht her.

Diese Motiv trifft es meines Erachtens viel besser und kommt sogar in Schwarz-Weiß ganz gut, was eigentlich sonst nicht so mein Ding ist:

Diese Technik eignet sich auch für das Überlagern mit mehreren Motiven, aber man muss da schon das zueinander passende Motive finden. Nicht immer ganz einfach, aber man kann seiner Kreativität hier freien Raum lassen.

Was ich unbedingt testen und lernen wollte, war der Zoom – Effekt.
Solche Fotos kannte ich schon vom Sehen, aber nicht vom Machen 🙂
Also ran mit dem Zoom-Objektiv und los auf die Dahlien, die sich in diesem Fall schon ganz gut für diese Technik eigneten. Aber viele Fehlversuche ohne den gewünschten Effekt waren die Folge.
Beispiel:

Mit einer längeren Belichtungszeit wird während der Aufnahme durch Drehen am Ring der Brennweitenbereich verändert. Man musste auch noch schnell sein, damit dieser Effekt auch Sinn machte.
Hier hat sich dann auch wieder die Hilfe der beiden bezahlt gemacht. Sie haben mit jeder Kamera umgehen können und haben uns das Vorort auch direkt mit unserer eigenen Kamera gezeigt. Das war wirklich sehr hilfreich.
Das war ein Bild, was ich schon mal vorab gezeigt habe und noch mit Texturen weiter verarbeitet habe:

Mit einer anderen Blüte sah das dann so aus:

Hier noch einmal mit einem anderen räumlichen Fokus, so jetzt nicht besonders toll, aber der räumliche Effekt ist schon grandios:

Das ist auch ein Effekt, den man noch anderweitig nutzen kann, aber auch hier, die passenden Blüten machen dann das passenden Modell.

Weitere interessante Techniken haben wir kennengelernt, ausprobiert und auch interessante Bilder gemacht. Da das aber nicht alles in einen Artikel passt, wird es noch einen Teil 2 geben.
In diesem Sinne für einen schönen Sonntag Euch allen.

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5 Gedanken zu “Lang lang ist es her – Fotoseminar Pflanzen Kreativ

  1. Gerne würde ich auch mal so einen Kurs belegen, aber ich habe das ungeheure Schwellenangst. Vermutlich rollen dann lauter semiprofessionelle Fotografen um mich herum mit den Augen.
    Ich danke Dir für Deine ausführliche Beschreibung und die viele Mühe, die Du Dir damit gemacht hast.

    1. Frau Doktor

      Hallo Frau Tonari, ich kann nur sagen trau Dich, es kommen ganz unterschiedliche Fotografen zusammen. Peter und Martina schaffen den Spagat zwischen den unterschiedlichen Niveaus aber wunderbar und in der Praxis beraten sie dann ganz individuell und so brauchst Du auch keine Sorge haben, was die anderen dazu meinen. Überhaupt kein Problem. Darüber schreibe ich dann auch noch mal im nächsten Teil 🙂

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