Traumberuf: Fine-Art-Fotografin?

Ein Thema was mich immer wieder brennend bewegt, heute wird es von Jana & Susan beleuchtet. Sie sind die Expertinnen und ich möchte Euch diesen Gastartikel der beiden nicht vorenthalten. Die Fotos sind ebenfalls von Jana und Susan.

Das Wort geht also an Jana & Susan…

Die Fine-Art-Fotografie ist ein ganz besonderer Zweig der Fotografie, hebt sie sich doch von der Normalität, der Schärfe der Realität ab und vermittelt das Zauberhafte, das Romantische, das Träumerische aber auch das Surreale, das Fremde. In keinem anderen Zweig der Fotografie kann man sich künstlerisch so sehr austoben und sich verwirklichen.
Doch kann man sich tatsächlich eine berufliche Existenz als Fine-Art-Fotograf, als künstlerischer Fotodesigner, aufbauen? Oder ist das nur ein Hirngespinst, ein Traum, so surreal wie die Bilder selber?
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten und ich bin als künstlerische Fotografin selber auf die Suche nach Antworten gegangen. Zum einen habe ich erfolgreiche und weniger erfolgreiche Künstlerinnen, die bei Whitewall, Finart, Redbubble und Co. verkaufen, interviewt. Ich habe leider keine einzige Fotografin gefunden, die damit reich und berühmt geworden ist. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es durchaus möglich ist, sich in diesem künstlerischen Bereich der Fotografie zu etablieren und damit sein Einkommen zu bestreiten, sofern man bereit ist, sehr viel Geduld, Fleiß und Spucke mitzubringen.

Claudia Drossert, Fine-Art-Künstlerin aus Leipzig, erzählte mir in ihrem Interview: Ich habe tagelang an meinen Bildern gesessen und probiert. Das ist überhaupt das Wichtigste: üben, üben, üben. Ich habe viel Zeit investiert und bekam auch schnell schöne Ergebnisse. Der Durchbruch kam mit der Firma Lindt, die 2010 ein Bild von mir gekauft hat. Ab dem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass meine Kunst professionellen Ansprüchen gerecht wird. Ab da habe ich meine Anstrengungen erhöht, habe noch mehr Zeit in meine Kunst gesteckt und habe mich bei weiteren Galerien angemeldet.

Weiter erzählte Sie zu dem Thema Marketing und Verkaufen:
Ich bin bei acht verschiedenen Online-Galerien angemeldet. Im ersten Moment ist es immer viel Arbeit. Man muss die ganzen Bilder verschlagworten, was zunächst mühsam ist. Ich investiere seit zwei Jahren täglich zwei Stunden in die Galerien. Aber es lohnt sich. Im ersten Jahr habe ich 30 Bilder verkauft. Im letzten Jahr waren es zweihundert!

Neben dem Online-Engagement stellt Claudia in verschiedenen Ausstellungen in Leipzig aus und gibt Kurse für all diejenigen, die wissen wollen, wie man diese Kunstwerke herstellt. Denn auch hier gilt: nur online präsent zu sein, reicht bei Weitem nicht aus. Viele Käufer sitzen in der direkten Nachbarschaft und möchten den Künstler gerne persönlich kennen lernen.

In Bea Rautenberg habe ich eine tolle Künstlerin gefunden, die ihre Kunst nur vor Ort vertreibt. Sie verkauft in ihrem Atelier, hat zusammen mit anderen Künstlerinnen eine Künstlergruppe gegründet und stellt ihre Werke auf verschiedenen Münchener Kunstmessen aus. Wie sie mir erzählte, funktioniert der Online-Verkauf bei ihr gar nicht so gut. Im Gegensatz zu anderen Künstlerinnen druckt sie ihre Arbeiten auf wunderschönen, hochwertigen Papieren aus und hat eine eigene Technik entwickelt, diese auf Holz aufzutragen. Im Internet fehlt die haptische Erfahrung, denn man muss ihre Arbeiten nicht nur sehen, sondern in die Hand nehmen und fühlen. Mittlerweile ist Sie vor Ort in München erfolgreich und etabliert sich als Künstlerin. Auch bei ihr war das ein langer Weg.

Alle die ich gefragt bzw. interviewt hatte, hatten eins gemeinsam: Man braucht einen langen Atem, man muss sich in den Foren und Galerien engagieren und Kontakte knüpfen. Das gleich gilt vor Ort: Auch hier ist die Kontaktpflege das A&O – das gepaart mit kreativen Ideen, einer eigenen Handschrift, einem Wiedererkennungseffekt, dann hat man durch aus realistische Chancen, davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wie heißt es so schön: Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut…

Du hast auch vor, dich als Fotograf selbstständig zu machen? Oder Du bist erst seit kurzem freiberuflich als Fotograf/Fotodesigner tätig und hast viele Fragen? Dann möchte ich Dir unser Webinar ans Herz legen. Wir, Susan und ich haben ein 6-wöchiges, persönliches Online-Seminar organisiert.

Ab dem 14. Oktober 2012 geht es los!
In sechs Live-Webinaren und drei Themenabenden werden wir zusammen mit unseren Dozenten, einem Team aus erfahrenen Fotografen und Experten aus der Fotobranche (u.A. die internationale Hochzeitsfotografin Radmila Kerl, dem Justiziar des Deutschen Fotoverbandes Wolfgang Rau und Gerald Staufer, dem CEO der Bildagentur Westend61), einen Einblick in die verschiedenen Anforderungen und Facetten des Traumberufs geben. Wir haben gezielte Informationen rund um die Existenzgründung als Fotograf zusammengestellt, die den Sprung in die Selbständigkeit wirklich erleichtern. Ergänzt werden die Informationen durch Power-Übungen, die dem angehenden Selbstständigen in seiner praktischen Geschäftstätigkeit helfen werden.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, dann informiere Dich unter:
delighted-fotoschule.de

Wir freuen uns auf dich
Jana & Susan

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