Texturen 2011 – August

Heute endlich mal wieder ein Beitrag zum Projekt von Rewolve44.
Ein Tutorial zu meinem Bild des alten Hafens ins Kopenhagen – Nyhaven. Früher war die wohl ein NoGo – Zone, heute beliebteste Flaniermeile für die Touristen und eine großes Openair-Restaurant im Sommer. Wann immer wir da vorbei kamen, es war voll und am Wochenende sehr voll 🙂 Ja es war aber auch wirklich toll dort und Schiffe und Häuser sehr nostalgisch. Das hat mich auch zu der Bearbeitung inspiriert.

Mein Ausgangsfoto habe ich in Lightroom von einem RAW-Foto in ein JPG-Foto entwickelt und bearbeitet.

Danach bin ich durch meinen Fundus von Texturen, den ich mir gesammelt habe und habe ausprobiert wir die unterschiedlichen Varianten mit dem Bild zusammen spielen. Wollte ich es dunkel oder lieber heller usw.
So probiere ich die verschiedenen Texturen, verschiedene Ebenen – Modi und das Spiel mit der Deckkraft und mit Masken aus, um die gewünschten Effekte zu erhalten. Manchmal ist leicht sich zu entscheiden und manchmal sind es viele Varianten die damit entstehen und die mir alle gefallen. Für dieses Tutorial bin ich etwas von meinen üblichen Werdegang abgewichen, aber der Reihe nach.
Ich zeige Euch jetzt mal das finale Bild und zeige Euch dann, wie ich es in PS zusammengesetzt habe,
Das ist also mein Endprodukt:

In PS erstelle ich mit dem Ausganggangsfoto eine PSD-Datei. Eine Ebene darüber lege ich dann meine erste Textur, in diesem Fall eine Textur von dyrkwyst.

Sie ist im Original quadratisch und ich habe sie über Auswählen >> alles auswählen >> Bearbeiten >> frei transformieren meinem Ausgangsbild angepasst. Jetzt gehe ich in die Ebenen – Modi und testen diese aus. Meistens beginne ich mit Multiplizieren, dann Überlagern oder Weiches Licht. Dann spiele ich auch noch mit der Sichtbarkeit, die in diesem Fall aber bei 100% bleibt und der Ebenen – Modus wurde auf Multiplizieren gesetzt.
Die nächste Ebene ist folgenden Textur von Ellenvd

In diesem Fall habe ich aber die Deckkraft auf 54% zurückgesetzt, der Ebenen-Modus war wieder Multiplizieren. Weitere sehr unterschiedliche Effekte habe ich durch die nächste Texturen erreicht:

mit Ebenen-Modus Multiplizieren und mit 100% Deckkraft.
Mit der nächsten Textur habe ich noch einen Leineneffekt in den Hintergrund gezaubert, den ich mit einer Maske dann etwas abgeschwächt habe.

Diese Ebene habe ich mit dem Modus Überlagern verbunden und dann habe ich in der Ebenen eine Maske angelegt. in dieser Maske habe ich dann mit Verlaufswerkzeug, Verlauf von Schwarz nach Transparent, mit einer Sichtbarkeit von 65% mit dem Kreis als Vorgabe, in meinem Bildmittelpunkt einen schwarzen Kreis mit Verlauf erzeugt, so das diese Leinenstruktur in diesem Bereich nicht vordergründig ist. Manchmal nehme ich auch einen weichen Pinseln mit verschiedenen Sichtbarkeiten und male mir die Maske, so das eben abgedeckt wird, was die Struktur der Textur nicht so stark übernehmen soll. Mit einem Klick auf das Auge vor den Ebenenvorschaubildern teste ich immer wieder die Vorher-Nachher Ansichten um dann das richtige auszuwählen.
Noch mal zur Wiederholung, die Textur wird im Modus „Überlagern“ und einer Ebenenmaske genutzt. Bei meinem Stöbern habe ich dann die folgende Textur entdeckt, wollte jetzt sehen, wie ich das mit diesem Rand am effektvollsten einsetzen kann.

Die Ebene habe ich mit dem Modus „Hartes Licht“ verbunden und mit einer Ebenenmaske und verschiedenen weichen Pinseln mit unterschiedlicher Deckraft habe ich dann wieder abgedeckt, was ich nicht von der Ebene beeinflusst haben wollte. Ich habe also in der Maske gemalt. So bleibt immer die Möglichkeit der Korrektur, mit einem weissen Pinsel kann ich nämlich die die Bereich wieder eingliedern sozusagen 🙂
Trotzdem wollte ich gerade die Schiffe und Häuser noch etwas mehr betont haben wollen. Mit einem anderen Ebenen-Modus wäre mit der Rand nicht so erhalten geblieben, also habe ich von meinem Ausgangsbild (Ebene 1 oder Hintergrund) noch eine Kopie angefertigt, die ich als oberste Ebene genommen habe und diese mit „Überlagern“ und 69% Sichtbarkeit mit den darunterliegenden verbunden habe. Jetzt war alles so, dass ich damit zufrieden war und haben noch meine Signatur drüber gelegt. Fertig und in der richtigen Größe dann als JPG abgespeichert.
So wurde aus einem dunklen Bild ein helleres, was ich ich finde, farblich wunderbar zu dem eigentlichen Bild passt und einem alten Gemälde oder an eine alte Postkarte sehr ähnlich ist.

Noch mal zur Erinnerung das Finale :

Wenn jemand Fragen hat, ich nicht ausführlich erklärt habe oder ähnliches, diese dann bitte in den Kommentaren stellen. Ich freue mich auch über Feedback zum Bild.
Die Links zu den Texturen findet Ihr dann bei Flickr unter dem Bild. Ich hoffe Ihr habt ebenso viel Spass beim Nacharbeiten, wie ich heute beim Erarbeiten diesen Bildes.

Allen Lesern noch einen schönen Sonntag.
Wir werden morgen früh erst einmal auf dem Hundeplatz zu finden sein, wenn auch viele auf Vereinsfahrt sind. Da wir nur auf einer Hochzeit feiern konnten, mussten wir leider darauf verzichten und können dafür morgen hier noch ein wenig toben und lernen 🙂

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12 Gedanken zu “Texturen 2011 – August

    1. Habe leider vergessen und das wollte ich unbedigt sagen, das ausgangsfoto das du mit Lightroom bearbeitet hast ist wirklich traumhaft schön, ein richtig schönes Foto.

      Lg,
      Rewolve44

  1. ich stimme voll mit rewolve überein! schon das original gefällt mir sehr, und was du daraus gezaubert hast, ist absolut gelungen! da kommen die alten häuser und schiffe wirklich gut zur geltung, bei dieser nostalgischen stimmung der bearbeitung.
    einen schönen sonntag wünscht claudi

  2. Vielen herzlichen Dank für die Mühe, die du dir mit dem Erklären gemacht hast. Seit gestern ebenfalls Lightroom-Besitzerin muss ich mit einbisschen mehr Zeit mal gucken, ob ich das nachvollziehen kann.

  3. Hallo Frau Doktor, seit langem wieder mal bei dir und deinen wunderschönen Texturbildern!!! Dein August ist eine Wucht; ganz toll auch dein Tutorial. Es macht wirklich Spass mit Texturen zu arbeiten. Ich bin am aufholen und habe mein August-Bild fertig.
    LG Esther

  4. Gina

    Liebe Frau Doktor,

    vielen Dank für die tollen Erläuterungen, die es auch mir, als Photoshop-Neuling leicht machen, deine Arbeit nachzuvollziehen.
    Ich habe eine Frage: Woher hast du die Texturen, die du über die Bilder legst?
    Vor allem die Letzte „nasos3maske5“.

    Ich mache gerade ein Praktikum bei einem Fotografen und soll herausfinden, wie ich die Struktur des Polaroids auf das Bild bekomme, insbesondere den Rand. Wenn ich es nur am Rand haben will, kann ich ja mit Masken arbeiten, aber ich weiß überhaupt nicht, wie ich zu solch einer Struktur komme.

    Ich würde mich über deine Hilfe sehr freuen!

    Lieben Gruß
    Gina

    1. Frau Doktor

      Hallo Gina, alle Texturen die ich hier verarbeitet habe sind von Flickr. Dort muss man aber auch schauen, ob sie als free gekennzeichnet sind, in diesem Fall war der Ersteller Nasos3, mit diesem Namen solltest Du ihn auch bei Flickr suchen und finden können. Dort gibt es aber auch noch viel mehr 🙂

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