Projektarbeit ganz privat

Es ist wie es ist, ich war schon fleissiger hier im Schreiben. Manch einer konnte vielleicht schon zwischen den Zeilen lesen und hat mit bekommen, das sich bei uns einiges bewegt. Nun will ich Euch etwas darüber berichten.
Anfang des Jahres begann es, das sich unserer Vermieter mal wieder bei uns vorstellen wollte. Dazu sei gesagt, das wir schon viele Jahre hier wohnen, viele wechselnde Vermieter hatten und sich in den letzten Jahren in unseren alten Gemäuern gar nichts getan hat. Undichte Dächer, Flecken an den Decken von durchnässen, defekte Armaturen usw. usw.
Warum wohnten wir hier eigentlich noch, wird sich mancher fragen 🙂 aber… wir haben einen schönen Garten, wohnen im Grünen und auch preiswert, noch. Wohnen mit gleichen oder ähnlichen Bedingungen wäre ungleich teurer geworden und einige äussere Bedinungen ware so, das wir diese Situation eigentlich nicht verändern wollten, so lange wir dies nicht mussten.
Die Zeiten sollten sich ändern. Unsere Häuser scheinen nun doch von unserem Vermieter weiter vermarktet zu werden und wir begannen nach anderen Lösungen zu suchen. Viele viele Varianten waren in der Diskussion. Da wir aber nach längerer Bedenkzeit das Haus 30iger Baujahr, mit Denkmalschutz und 30 Jahren ohne Modernisierung dann selbst nicht kaufen wollten, mussten nun andere Varianten und Lösungen her.
Allein diese Verhandlungen mit dem vom Vermieter beauftragten Verkäufer würden ein Buch füllen, zumal wir von einem Verkauf unserer Häuser erst mal nur durch Zufall erfuhren und das, na klar Aufregung verursachte. Mein lieber GöGa wohnt hier schon fast 40 Jahre.
Aber diesen Prozess hier zu beschreiben, würde jeden Artikel sprengen 🙂
Nach Besichtigungen von Grundstücken, Häusern hier in der Umgebung, gab es Kataloge von Häuslebauern, dann Besichtigungen von Musterhäuser usw. usw. Dieses Brainstorming nahm schon einiges an Zeit in Anspruch. Alles in allem hat sich der Sohn dann entschieden doch mal nach günstigen Grundstücken zu schauen und für uns gemeinsam ein so genanntes Mehrgenerationshaus bauen zu lassen.
Jetzt sieht es so aus, als wird das der Plan 🙂
Um unsere Möglichkeiten dann auszuloten haben wir in der Zwischenzeit virtuell Häuser gebaut, Wohnungen eingerichtet und über alternative Heizungen nachgedacht, Zinsen und Tilgung berechnet, Lebenszeiten neu bewertet und und und… Es ist der Wahnsinn, aus frustierenden Verhandlungen und Ärgernissen entwickelt sich jetzt positiver Stress. In diesen ganzen Auf und Ab der letzten Monate sind auch noch unsere langjährigen Nachbarn und Freunde weg gezogen, was auch schon eine Lücke hinterlässt, man sollte es nicht glauben, aber es ist so. Sie haben aus gleichen Gründen wie wir, noch einmal einen große Schritt gewagt und sind 700km weiter gezogen und wagen einen Neuanfang in der Nähe der Kinder.  Es ist Ihnen nicht leicht gefallen nach 30 Jahren hier weg zu gehen.
Ihr seht also viel Aufregung und viel Veränderung  und bevor ich dann unseren Bau-Blog eröffne, gibt es hier schon mal ein Bild eines Entwurfes unseres Mehrgenerationshauses.

Wenn dann Verträge unterschrieben und die Finanzierung geklärt ist, werde ich einen Blog eröffnen in dem ich über Baufortschritt und Höhen und Tiefen des Bauens berichten werde. Das wird unser Bautagebuch.
Es kommen auch noch ruhige Zeiten, wenn die Zeit des Wartens auf Genehmigungen beginnt und dann schreibe ich hier auch wieder mehr. Ich freue mich heute schon darauf, mit meinen Bildern das neue Zuhause gestalten zu können, auch das werde ich Euch hier noch zeigen können. Drückt uns die Daumen das alles nach her passt, wir nichts vergessen haben im Vorfeld zu überdenken, wir gute Bauleute haben. Ich bin sehr gespannt und seht es mir nach, wenn meine Projektbeiträge sich verzögern. Ich werde mir Mühe geben, alles nach zu arbeiten 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute nächste Woche, vielleicht im Urlaub oder bei der Arbeit. Sommer sieht ja anders aus wie dieses Wochenende, aber wir haben es gut genutzt 🙂

Es grüßt Euch herzlich Eure

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8 Gedanken zu “Projektarbeit ganz privat

  1. Man sieht einmal wieder, es ist nichts so negativ, als dass es nicht noch etwas Positives hätte. Ein Mehrgenerationenhaus ist eine wunderbare Idee. Ich wünsche euch viel Glück und Spaß bei Planung und Durchführung dieses Vorhabens und freue mich schon auf deinen Baublog.

    1. Frau Doktor

      Ja Ute, da hast Du wohl recht. Sicher wäre es mit dem Vordenken und schauen nicht so schnell gegangen 🙂

  2. Das sind ja gravierende Veränderungen, die Ihr da in den vergangenen Wochen schon durchmachen musstet und die noch vor Euch liegen. Wenn man so lange an einem Ort gelebt und dort auch einen Teil seines Beziehungsnetzes hat und dann kommt es zu so tiefgreifenden Veränderungen (inklusive der – zumindest räumlichen – Trennung von Freunden), muss man das ja auch erstmal verarbeiten. Da wird ein regelrechter „Trauerprozeß“ durchlebt und durchlitten. Schön, dass Ihr in all dem durch Euer Brainstorming auf eine Lösung gekommen seid und diese nun mit Elan angeht. Ich wünsche Euch, dass es nicht über Gebühr lange dauert, Euren Entschluß und Euer Vorhaben nun auch in die Tat umzusetzen und dass alle Probleme und Schwierigkeiten auf dem Weg dahin Euch alle nur noch mehr zusammenschweißen.

    1. Frau Doktor

      Danke liebe Liisa, ja es war bis dahin nicht ganz einfach. Ich merke aber das der Stress jetzt eher positiv wird und der Elan auch wieder kommt. Die ersten großen Schritte stehen vor uns, es wird nicht mehr lange dauern und weisst Du was am schönsten dabei ist, das wir, vorausgesetzt der Plan geht in die Realität, unser Netzwerk nicht verlassen müssen, nicht einmal einen Arzt wechseln o.ä., was einem schon wichtig ist. Das beruhigt mich sehr und immer mehr freue ich mich darauf richtig endrümpeln zu können 🙂

    1. Frau Doktor

      Danke Euch, gemeinsam sind wir stark und mit 2 Söhnen und vielen anderen Helfern werden wir es schon schaffen 🙂 Ich freue mich auf das Neue und bin mir wohl bewusst, das es schon ein paar Schritte werden auf dem Weg dorthin 🙂

  3. Wow, das sind ja riesige Veränderungen, die da auf euch zukommen werden. Hut ab, dazu gehört eine Menge Mut.

    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass ihr nur noch positiven Stress in diesem Zusammenhang haben werdet 🙂

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