Fotografieren und ich…

Der Donnerstag, Himmelfahrt, Feiertag, war so ein Tag, an dem ich mehr als zufrieden war und es gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf.
Ja es geht um das Fotografieren. Manch einer wird sagen oder eher denken, man Stress hat sie, aber immer wieder neue Fotos online. Dafür muss sie ja Zeit haben. 🙂 Ob sie, diese Fotos, demjenigen gefallen sei in diesem Fall eher dahin gestellt. Das wollte ich gar nicht betrachten. Wie ist das bei Euch mit dem Fotografieren? Warum wieso weshalb?
Bei mir schaut es so aus:

Dieser Donenrstag war sogar ziemlich ohne Stress und es tat mir gut dieser freie Tag. Meine Herren hatten zum Mittagessen eingeladen und wir hatten unseren Jamie dabei, schönes Wetter nicht zu heiss. Auf das leckere Essen mussten wir etwas warten, eine größere Gruppe von Radlern, Männlein und Weiblein hatten unangemeldet Rast gemacht und dort zur Mittagszeit einiges durcheinander gebracht.
Wieder zurück war dann schon fast Kaffeezeit und alle gingen auch in eine Ruhephase, ich nahm die Kamera zu Hand. Auf meiner Wiese, ich hatte das schön ein paar Tage beobachtet, standen die gelben Dotterblumen im Gegenlicht. Dieses nicht gemähte Stückchen Rasen hatte so viel schöne Farben durch Blüten und Gräser und das Ganze mit Gegenlicht, faszinierend der Anblick. Ich konnte den Blick gar nicht abwenden. In den Tagen davor hatte ich einfach noch nicht die innere Ruhe für die Aufnahmen, aber die Bilder schon in meinem Kopf. Heute endlich eine alte Stuhlauflage und die Kamera, ich legte mich bäuchlings auf die Wiese und los ging es mit den Fotos. 🙂 ich wusste gar nicht wo ich zu erst hinschauen sollte, wunderbare Effekte. Kleine Insekte in den kleinen Blütenköpfen dann sozusagen als Schatten in den Blüten, filigrane Gräser im Gegenlicht und wenn man einmal unten auf dem Boden ist, entdeckt man immer mehr Macro-Motive. Oben seht Ihr den Gast in der gelben Blüte.
Ich zeige Euch schon noch einiges, nur bin ich nicht mit allem zufrieden, z.B. erscheinen die gelben Blüten manchmal überstahlt, ähnlich wie das Rot des Mohnes in der Sonne, auch hier passiert es mir, das die Zeichnung versackt und die Farbe überstrahlt ist, obwohl alles andere im richtigen Licht scheint. Nur weiss ich nicht genau wo mein Problem in solchen Fällen liegt, aber das bekomme ich noch raus 🙂 Das ist dann meine Lernphase, die dauert auch mal etwas länger 🙂
Was ich aber damit sagen wollte, der ein oder andere macht ein Päuschen und vielleicht die Augen zu, ich entspanne mich und mach die Augen auf 🙂 Mir geht es dann richtig gut und heute habe ich dann die Ergebnisse gleich am PC gesichtet. An anderen Tagen, wo ich ja auch noch etwas mehr als Fotos machen sollte, lege ich auch die Kamera wieder weg und hebe mir die Ansicht des Ergebnisses bis zum Abend auf. Es gibt für mich nichts schöneres als eigene Fotos am PC zu sichten und das Bild in meinem Kopf mit dem digitalen Bild zu vergleichen. Das ist für mich positver Stress und Entspannung und nicht immer mit dem gewünschten Ergebnis, aber das ist schon wieder das nächste Thema.

Meisten werden die Fotos noch per RAW entwickelt und nachgearbeitet, oft ist das Fotos nur der Anfang eines Bildes von Farben, Formen, Eindrücken und Gefühlen, dann arbeite ich noch weiter an der Übereinstimmung von dem Bild in meinem Kopf und dem was ich der Kamera entnommen habe. Wenn ich für mich zufrieden bin, dann kommt das Bild online und ich freue mich über Kommentare, Favorisierungen oder mehr. Schade finde ich es nur, wenn es nicht so häufig angesehen wird, obwohl ich es so toll fand 🙂 aber da übe ich mich in Toleranz. Jeder hat seinen Geschmack und wenn mir Fotos nicht so zusagen, dann schreibe ich auch keinen Kommentar und so wie mir, wird es anderen auch gehen.
Es zeigt sich bei mir aber auch große Zufriedenheit, wenn ich keine Zeit hatte für meine Fotos und zur Entspannung schnell noch einmal bei meinen Kontakte auf Flickr oder in Facebook in unseren Gruppe nach den aktuellen Fotos schaue. Es sind immer traumhafte Arbeiten dabei, ob rein fotografisch oder auch in der Bildbearbeitung. Diese schönen Bilder nehme ich dann mit in die Nachtruhe und es tut mir soooo gut. Der Stress des Tages ist weg und gute Gefühle begleiten mich in die Nachtruhe.
Fotografieren ist für mich heute auch Stressbewältigung geworden, ich habe wesentlich mehr sehen gelernt und natürlich auch mich technisch immer mehr damit vertraut gemacht. Aber die meisten Fotos bewerte ich emotional für mich und genau diese Bewertung treibt mich an, inspiriert mich, um mich herum die Dinge anders zu sehen und die vielen kleinen Dinge größer werden zu lassen und nicht nur auf den Bildern, sondern auch im täglichen Leben und so manches was ein Problem scheint, relativiert sich.
Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere mir mal schreibt, was ihn so treibt und warum er gerne fotografiert. Ich weiss von meinen Besuchen auf vielen Fotoblogs das es ganz verschiedene Motivationen gibt. Wie sieht das bei Euch aus?
Damit eine schöne neue Woche. Wohl dem der sie mit Urlaub geniessen kann, bei uns ist es immer noch sehr warm und das lähmt mich etwas. Ein paar weniger als 30°C könnte ich haben, denn ich habe keinen Urlaub 🙂
Herzlichst Eure

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11 Gedanken zu “Fotografieren und ich…

  1. Für mich ist das Fotografieren ebenfalls Entspannung und gleichzeitig ein Ansporn, spazieren zu gehen, am liebsten alleine. Ein Motiv nehme ich mir nicht vor, ich warte einfach, was auf mich zukommt. So entsteht manchmal ein bunter Mix aus Blümchen, Straßen, Fenstern oder anderen Dingen. Wieder zu Hause muss ich mir sofort anschauen, was ich zustande gebracht habe. Das ist ein spannender Moment und mal mit Freude, mal mit Enttäuschung verbunden. Die nächste Phase ist dann die Überlegung, was ist sehens- bzw. zeigenswert und was lösche ich wieder. Das Löschen fällt mir allerdings sehr schwer :-), meist bleiben diese Bilder als „Festplattenfüller“ gespeichert – man könnte sie ja doch mal gebrauchen 🙂 Kurz gesagt, mir macht das Fotografieren einfach Freude und wenn ab und zu mal eine positive Rückmeldung kommt, dann macht mich das auch ein klein wenig stolz.
    Apropos Rückmeldung, dein Tauchgang in der Wiese hat sich wirklich gelohnt, es sind wunderschöne Aufnahmen geworden.

    1. Frau Doktor

      Liebe Ute, Du hast eine tolle Entwicklung beim Fotografieren schon durchlaufen (ich durfte das ja etwas verfolgen :-))
      Übrigens am liebsten bin ich wirklich mit Jamie und mir allein auf Foto-Pirsch und Jamie wartet auch immer ganz brav, wenn ich irgendwo rumkrieche 🙂

  2. Christiane

    Was treibt mich zur Fotografie. Hmm. Es ist einfach der Spaß daran, Eindrücke und Momente festzuhalten, die voller Magie sind, und der Ergeiz, das, was ich sehe, auch so festzuhalten. Leider sieht die Kamera vieles anders und so versuche ich immer noch, die technischen Möglichkeiten zu durchschauen und einzusetzen. Irgendwie bin ich in dieser Hinsicht lernbehindert und brauche viele Anläufe, bis ich ein Ergebnis habe, mit dem ich zufrieden bin. Die Bildbearbeitung
    bietet viele Möglichkeiten aber oft stocher ich da auch einigermaßen blind drin herum. Oder anders gesagt, ich bin nicht einfach zufrieden zu stellen und meine Ansprüche an mich und mein Schaffen sind sehr hoch. Das kann auch hinderlich sein. Ich schaue zu denen, die es besser machen und frage mich „wie machen die das“, statt stolz zu sein auf das achtel Lorbeerblatt, dass man mir vielleicht zugestehen würde.

    Schließlich ist es noch ein Kampf gegen den inneren Schweinhund. Aufgrund einer ehemaligen Verletzung mit einer Nervenschädigung zittert mein rechter Arm oft wie ein Lämmerschwanz und ich habe Mühe, die Kamera ruhig zu halten. Meine Augen wollen auch nicht so recht und ermüden recht schnell. So kämpfe ich mich beim Fotografieren tapfer durch Unwissenheit und körperliche Gebrechen.

    Manchmal geht es mir wir Dir: ich bin endlich mal zufrieden mit etwas und kein Schwein verliert ein Wort dazu. Das macht mir aber nichts aus ;-)) Zufrieden ist
    zufrieden. Deine Butterblumen können sich übrigens auch durchaus sehen lassen. Der Schatten von dem Käfer ist genial. Es wirkt sehr poetisch. Du beklagst Dich über die Überstrahlungen. Hast Du die Spotmessung benutzt? Auf die hellste Stelle gerichtet könnte das sonst eine Option sein. Allerdings versinkt der Rest dann in geheimnisvollem Dunkel ;-))
    LG Christiane

    1. Frau Doktor

      Hallo Christiane, leider hast Du mir keinen Link zu Deinen Fotos hinterlassen, gerne wäre ich mal zu Dir stöbern gegangen. Wenn Du keinen Blog hast, dann hast Du vielleicht einen Account bei der FC oder bei Flickr. Gerne kannst Du den Link dorthin noch nachreichen, damit wir uns Fotos von Dir anschauen können.
      P.S: Ich hatte keine Spot-Messung, das werde ich aber noch mal ausprobieren, ein echt guter Hinweis 🙂

    2. Hallo Christiane,
      schön, dich auch hier bei Marion zu treffen. Die Welt ist wirklich klein.

      Da auch meine körperlichen Befindlichkeitsstörungen ständig zunehmen, habe ich meinen Schwerpunkt doch mehr auf die BEA gelegt. Die Blümchen hat man ja im Garten und ansonsten – unterwegs – nehme ich nur die kleine Handkamera mit, falls ich doch einmal etwas besonders Schönes festhalten möchte. Die Qualität ist dann natürlich nicht so besonders.

      Hoffentlich „treffen“ wir uns hier noch öfters. Ich wünsche Dir einen guten Tag und allen Anderen, insbesondere Marion, natürlich ebenfalls.
      LG Heide

  3. Liebe Marion,
    seit einiger Zeit bin ich eine heimliche Bewunderin Deiner fantastischen Arbeiten. Mancher Deiner Tricks, die Du so grosszügig öffentlich machst, habe ich schon ausprobiert und das eine oder andere Mal war ich mit dem Ergebnis auch zufrieden (allerdings nicht sehr oft!!).

    Es gibt Tage, an denen ich sehr gern fotografiere. Zu Hause angekommen, muss ich dann sofort die Ausbeute betrachten und möglichst auch gleich anfangen, sie zu bearbeiten. Oftmals bin ich aber auch enttäuscht über das Endergebnis und dann folgen wieder Tage, an denen ich die Kamera überhaupt nicht in die Hand nehme.

    Bei meinen Streifzügen ist stets unser Hund Otto mit dabei, ohne ihn macht alles nur halb soviel Freude. Du bist ja auch selten ohne Euren Jamie unterwegs, oder?

    Liebe Marion, ich wünsche Dir weiterhin viel Freude bei unserem gemeinsamen Hobby und bin schon gespannt auf Deine Ausbeute vom Himmelfahrtstag.

    Bilder von mir findest Du übrigens hier:
    http://www.fotocommunity.de/pc/account/myprofile/1039330

    Herzliche Grüsse sendet Dir Heide

    1. Frau Doktor

      Liebe Heide ich freue mich über Deinen Kommentar und schön das Du schon von meinen Tipps hast profitieren können. Ja ich bin eigentlich meisten mit unserem Hund Jamie unterwegs und er sitzt schon oft neben mir, wenn ich auf dem Boden rum hocke 🙂 Mit dem gleich Schauen und Bearbeiten nach dem Heimkommen… das ich das NICHT tue, dazu muss ich mich zwingen 🙂 erst einmal die Arbeit erledigen, sonst ist der Tag um und nicht geschafft. Meine Foto-Sucht birgt da eine wirkliche Gefahr 🙂 Schön das Du einen Link zu Deinen Fotos hinterlassen hast. Einen kurzen Blick habe ich schon darauf geworfen, aber heute Abend dann ausführlicher 🙂

  4. Pingback: » Warum Fotografie? macro-manie

  5. Ich fotografiere, weil ich dadurch meine künstlerische Kreativität auch ausdrücken kann. Und weil es mir viel Freude bereitet. Man nimmt die Welt viel detaillierter wahr, so scheint mir…
    Liebe Grüße!

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