Keine Weihnachtsgeschichte….

Wie gestern schon erwähnt, hatten wir ein kleines Erlebnis, was uns heute noch beschäftigt und ich fürchte uns noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird. ;.) Damit Ihr es aber versteht, muss ich eine kleine Lagebeschreibung geben oder besser noch ein Foto unserer Zufahrtsstraße und da ich ja jetzt ein GrafiktablettStift habe kann ich sogar das ganze noch bemalen 🙂 Ich hoffe es ist damit ein wenig verständlicher *grins*
Der ein oder andere weiss es schon, wir wohnen direkt am Waldrand und die Strasse hier endet auch am Waldrand, unser Haus ist nur über diese Strasse zu erreichen, es ist die letzte die dann ganz oben nach rechts weggeht, im Moment hinter dem Bauzaun. Ihr schaut jetzt von oben auf die Straße, also von unserer Einmündung aus 🙂

Wir waren mit Jamie unterwegs und wollten ihn nach Hause bringen. Er sollte besser bei seinem Kater den Abend verbringen, wie mit uns in einer vollen Gaststätte, ganz aufgeregt. Das war er nämlich schon am Nachmittag mit unserer großen Familie, alle hat er um den Finger gewickelt und hat so von Keks und Kuchen schon seinen Anteil gehabt, aber ich schweife ab. Also Jamie sollte nach Hause gebracht werden und wir waren fast am Ziel, als uns, den Berg runter, schmale Strasse, nur eine Spur befahrbar, und parkende Autos an Rand, direkt auf uns zu, ein Auto entgegen kam. Wir waren schon etwas verblüfft, das dieser nicht hinter den parkenden Autos stehen blieb, um uns bergauf fahrend, auf der glatten, fast nicht geräumte Strasse vorbei zu lassen. Nun gut, also hat der Göga das Tempo verringert, somit erhielt der Fahrer die Möglichkeit, in eine für ihn rechts liegende Strasse etwas rechts auszuweichen und beide hätten wir ohne Probleme aneinander vorbei gepasst. Wir hätten nicht mal stehen bleiben müssen, keiner von beiden. Bei den Strassenverhältnissen, ganz langsamer Fahrt, schmale Strasse, bei uns hier eigentlich etwas alltägliches.
Bei näherem Hinsehen konnte man eine Taxe mit Berliner Kennzeichen erkennen und es gibt hier am Rande von Berlin, schon länger unter den Kraftfahrern immer mal den Spruch, das die Berliner andere Verkehrsregeln haben 🙂 Das ist aber ebenso, wie bestimmte Berufsgruppen ja auch mit Witzen oder Aussprüchen belegt werden. So ist das bei uns auch mit den Autos die ein Berliner Kennzeichen haben und mitunter im Straßenverkehr erhöhte Aufmerksamkeit der Teilnehmer fordern.
Aber wieder zurück, ich schweife schon wieder ab. Das Auto blieb uns gegenüber stehen, wir gaben Lichthupe, Blinkzeichen und ähnliches, um die Fahrer zu vermitteln, das wir doch gerade aus weiter müssen und nicht links abbiegen. Dort ging nämlich direkt eine Nebenstrasse ab. In der Zwischenzeit standen wir in diesem Kreuzungsbereich. Wir habe hier nicht viel Verkehr, aber hinter unseren Autos standen nun doch schon wieder welche. Aber unser Gegenüber blieb weiter stehen, stehen… stehen…stehen… Unsere Jungs meinten dann, ich sollte doch schon mal mit Jamie vor laufen und mein GöGa hatte schon hohen Blutdruck und rief schon nach Polizei. Ich machte ihn zart darauf aufmerksam, das die Gegenpartei ihn nicht hört, sondern nur wir.
Ich stieg dann mit Jamie aus, um mit dem Herrn zu reden, aber auch mein Reden, wir müssen gerade aus und er bräuchte doch nur etwas nach rechts auszuweichen, wurde nicht erhört, nein nicht nur das… „Ich sollte doch mal daran denken das Weihnachten wäre“ und mein Frage, warum man deswegen nicht im Rechtsverkehr fahren kann, wurde dann mit der Bemerkung *komische Tante* abgetan. Das war mir dann zu dumm und ich ging mit Jamie weiter. Ich dachte da müssen sich jetzt die Jungs selbst helfen. Das Ganze wurde in der Zwischenzeit für Anwohner, Fussgänger und nachfolgende PKWs interessant, denn man stand immer noch. Mein GöGä hat dann sogar das Handy in die Hand genommen, um die Polizei zu holen, aber erst der Protest weiterer Kraftfahrer, die mit ihren Autos hinter uns standen, hat dann den Taxifahrer bewegt den normalen Weg zu nehmen und die anderen dann vorbei zu lassen.
Aufregung pur und solche Worte wie *Du bist wohl auch so ein komischer Ossi* usw. sind da gefallen und das 20 Jahre nach der Wende. 🙂 Nun muss ich dazu noch ergänzen, das mein GöGa ein ganz ruhiger ist, selten aus der Ruhe zu bringen und überhaupt nicht laut werdend, wenn er sich ärgert eher ganz still. Gestern war dann alles anders :-). Eine solche Auseinandersetzung ist völlig gegen seine Natur und wir Mitfahrer haben später dann eher geschmunzelt. Aber bis heute ist mir unklar was dieser Taxifahrer eigentlich erwartet hat, was er hier machte?????? Weil Weihnachten war, haben wir uns keine Autonummer bzw. Taxinummer aufgeschrieben. 🙂 Fussgänger berichteten mir dann, er wäre aus dem Wald gekommen und oben am Waldrand schon in einem Schneeberg fest gesessen, aber auch dort ist eigentlich Durchfahrtsverbot und keine Strasse. Also immer wieder *Kopfschütteln*
Die Geschichte war auch deswegen so einzigartig für uns, weil mein GöGa völlig aus der Ruhe gebracht war und das eben auch ein sehr seltener Zustand bei ihm ist 🙂 Unterhaltungswert in der Familienrunde beim abendlichen Weichnachtsessen hatte das Ganze auch noch. Auf dem Rückweg haben wir dann philosophiert, wie wohl der Taxifahrer diese sein Geschichte erfahren hat. Es war bestimmt nicht sein Tag gestern. 🙂
Vielleicht sollte ich es doch mal mit Schreiben versuchen, so wie Anna-Lena meine ich, dann kann man so etwas noch etwas untermalen 🙂 Euch allen eine schöne Woche und nicht zu viel Schnee.

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11 Gedanken zu “Keine Weihnachtsgeschichte….

  1. Mal vorneweg, als Taxifahrer ist der schon mal ungeeignet. Kann es sein, dass er schon einen Weihnachtsschnaps intus hatte? 🙂 Also ich wäre auch wütend geworden und kann deinen Mann sehr gut verstehen. Diese Verhältnisse kenne ich nur zu gut. Bei uns sind fast alle Straßen nur noch einspurig befahrbar. Letzte Woche blieb eine Dame einfach vor mir stehen und wusste nicht weiter. Ich bin dann ausgestiegen und habe ihr in Ruhe eine kleine Ausbuchtung gezeigt, in die sie fahren soll. Das hat dann geklappt. Manche Menschen sind bei dem Wetter einfach überfordert. 🙂

  2. Liebe Marion, ohhh davon kann ich dir auch ganz, ganz viele Geschichten erzählen. Sozusagen Alltag in Berlin (sorry, du weisst ja, ich bin eine von denen … ;))). *grins* … dennoch werde ich mich nie an diese rüden Umgangsformen gewöhnen und will es auch gar nicht, obwohl ich waschechte Berlinerin bin … und auch sog. „Wessi“ ;))). Ohjee. Aber, man sollte – seiner eigenen Gesundheit zuliebe – versuchen gelassener zu werden. Wenn ich mich hier über jeden Piesepampel (egal woher) aufregen würde …;) Leider ist die Mauer immer noch in so vielen Köpfen, sowohl im ehemaligen Osten als auch Westen und viele meinen „die von drüben“ sind Wesen aus einer nicht so „guten“ Welt. Aber das ist ein ganz bestimmer Schlag von Menschen und zu denen gehören wir eh nicht!
    Nehmt es nicht so schwer! Bleibt wie ihr seid und ich freue mich schon auf morgen!
    Liebe Grüße …. Skuggi 😉

  3. *ggg* da fehlen einem glatt die Worte bei soviel Verkehrsverständnis 😉
    Da wäre auch meinem GöGa die Hutschnur hoch gegangen und der ist auch ein ganz ruhiger Vertreter seiner Art normalerweise :mrgreen:

    Und Ossi … sowas kann ich sowieso schon nicht verstehen … Zonenbraut ja … aber Ossi ? :mrgreen:

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